Einsatz von "Microsoft Office 365" in Kita-, Schul- und Fördervereinen


Hessens Datenschutzbeauftragter Michael Ronellenfitsch hat die Anwendung von Microsoft Office 365 in seiner
Stellungnahme vom 09.07.2019 an Hessens Schulen für unzulässig erklärt.

Da die DSGVO deutschlandweit gilt, stellt sich die Frage, was in den anderen Bundesländern, speziell aber für Kita-, Schul- und Fördervereine, gilt. Microsoft Office 365 schafft offensichtlich, auch unabhängig von Schule, erhebliche Problemen für die Privatsphäre der Nutzer, da personenbezogene Daten von Eltern, Kindern und anderen in der Cloud gespeichert werden, deren Server zwar in Europa stehen, die aber nicht vor einem möglichen Zugriff US-amerikanischer Behörden geschützt sind.

 
"[…] Öffentliche Einrichtungen in Deutschland haben eine besondere Verantwortung hinsichtlich der Zulässigkeit und Nachvollziehbarkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten. Auch muss die digitale Souveränität staatlicher Datenverarbeitung gewährleistet sein.[…]"

Es ist schon länger, spätestens aber seit der umfassenden Prüfung der belgischen Datenschutzbehörde, offenkundig, dass Windows 10 und Office 365, eine Fülle von Telemetrie-Daten an Microsoft übermitteln und dass deren Inhalte, trotz wiederholter Anfragen bei Microsoft, nicht abschließend offen gelegt wurden.

Einwilligungen sind keine Lösung !

Nun könnte man auf den Gedanken kommen, die Nutzung von W10 und W365 im Verein einfach über Einwilligungen der Betroffene in die Nutzung von Office 365 in der Cloud zu lösen. Dass aber geht nicht,

"[…] weil die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit der Datenverarbeitungsprozesse nicht gewährleistet sind. […] Der Versuch eine Heilung durch eine Einverständniserklärung der Eltern zu erreichen, würde auch die besonderen Schutzrechte von Kindern z.B. nach Art. 8 Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) nicht hinreichend berücksichtigen. Mit der Einwilligung der Eltern ist das Problem also nicht gelöst.[…]

Wie lange sich das noch hinziehen wird, ist nicht klar, denn

"[…] Sobald insbesondere die möglichen Zugriffe Dritter auf die in der Cloud liegenden Daten sowie das Thema der Telemetrie-Daten nachvollziehbar und datenschutzkonform gelöst sind, kann Office 365 als Cloud-Lösung von Schulen genutzt werden […]"

Ein Ausweichen auf Google-Drive oder Angebote von Apple ist aber auch nicht zulässig, da

"bislang ebenfalls nicht transparent und nachvollziehbar dargelegt worden. Deshalb gelte hier genauso, dass für Schulen die datenschutzkonforme Nutzung derzeit nicht darstellbar ist. […]".

Für Mitglieder des LSFH e.V. bietet sich aber ein datenschutzkonformer Ausweg:

„[…] andere Cloud-Lösungen, bei denen der Datenschutz gewahrt bleibe.[…]."


Der LSFH e.V. bietet seinen Mitgliedern mit der „LSFH-Bildungscloud" so eine Cloudlösung an, die zudem mit anderen datenschutzkonformen LSFH-Modulen, je nach Digitalisierungswunsch, kombiniert werden kann.

Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern oder schreiben Sie an die nachfolgende E-Mailadresse: info[at]lsfh.de


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Ressort - Datenschutz | Datensicherheit

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