ÖKO-PROGRAMM „FIFTY/FIFTY" WIRD FORTGESETZT

Wer sparsam mit Energie, Wasser und Abfall umgeht, entlastet die Umwelt und spart dazu noch bares Geld. In öffentlichen Gebäuden ist das Energiespar-Potenzial besonders groß – so auch in Schulen. Oft brennt hier das Licht oder die Heizung ist voll aufgedreht, obwohl kein Schüler mehr im Klassenraum ist.
Mit dem Öko-Programm „fifty/fifty" hat Hamburg deshalb Mitte der 90er Jahre einen Anreiz geschaffen, das Energiekonzept an Schulen zu verbessern: Schüler und Lehrkräfte versuchen, so wenig Strom und Wasser wie möglich zu verbrauchen und teilen sich am Ende des Schuljahres den eingesparten Betrag mit der Stadt – machen also fifty/fifty. Auf diese Weise haben die rund 330 teilnehmenden Schulen seit 1994 jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet und bis zu 8.600 Tonnen Kohlendioxid vermieden.
Das 24 Jahre alte Projekt soll jetzt überarbeitet werden, wobei das wichtigste Ziel – umweltgerechtes Verhalten zu belohnen – in jedem Fall erhalten bleibt. Ein Relaunch des Ökoprojekts ist nötig, da sich im Laufe der Jahre die Rahmenbedingungen geändert haben: Viele Schulen wurden inzwischen umfangreich saniert oder neu gebaut und mit effizienteren Heizungsanlagen ausgestattet. Die Gebäude haben heute besser isolierende Fassaden und Fenster sowie smartere Beleuchtungsanlagen. Für die Schulen wird es daher schwerer, durch eigene Aktivitäten Energie einzusparen oder Kohlendioxid-Emissionen zu verringern. Da die Einsparungen heutzutage nicht mehr von der Bausubstanz der einzelnen Schule abhängen, gibt es neue offene Fragen: Wie kann beispielsweise umweltgerechtes Verhalten gemessen werden? Vor allem gilt zu klären, wie die verbesserte Gebäudetechnik bei den Berechnungen zur Energieersparnis berücksichtigt werden kann. Das System soll insgesamt gerechter und transparenter werden.
Das bewährte Prämiensystem wird beibehalten: Auch in Zukunft wird die Schulbehörde das bisherige Budget von 1,5 Millionen Euro dazu verwenden, Schulen zu prämieren, die sich besonders um den Klimaschutz verdient machen. Geplant ist, das Prämiensystem zu dritteln - nach einer Verbrauchs-, einer Aktivitäts- und einer Organisationskomponente. So sollen Kinder und Jugendliche motiviert werden, den Verbrauch von Energie, Wasser und Abfall an ihren Schulen zu verringern und sich dazu auch zusätzlich mit Hausmeistern oder anderem Personal an Schulen abzusprechen oder gemeinsam den Energieverbrauch zu messen und zu kontrollieren (Verbrauchs- und Organisationskomponente). 
Zusätzlich können Prämien mit besonderen Klimaschutzaktionen oder Unterrichtsaktivitäten zum Thema Klimaschutz erreicht werden.

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© Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) Hamburg Newsletter des Amtes für Bildung 23. November 2018

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