Schulwissen
Schaffen Sie sich einen Überblick
Schule ist mehr als man denkt.
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224 Grundschulen in Hamburg
88 Stadtsteilschulen
77 Gymnasien
31 Förderschulen
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Wissen, Strukturen, Chancen – das Schulwesen in Hamburg im Überblick
Hamburgs Schullandschaft ist vielfältig, gut organisiert und bewegt sich im Spannungsfeld von Tradition und Reform. Von rechtlichen Grundlagen über Förderprogramme bis hin zu aktuellen Themen wie Inklusion und Bildung für nachhaltige Entwicklung – hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Anlaufstellen für engagierte Akteur:innen im schulischen Umfeld.
Rechtliche Grundlagen
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Hamburgisches Schulgesetz (HmbSG): Das HmbSG bildet die gesetzliche Grundlage für das Schulwesen in Hamburg. Es regelt unter anderem die Schulpflicht, Schularten, Lehrpläne und die Mitwirkung von Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften.
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Inklusive Bildung: Seit der Änderung des § 12 HmbSG im Jahr 2009 haben alle Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf das Recht, allgemeine Schulen zu besuchen und dort gemeinsam mit anderen Schüler:innen unterrichtet zu werden.
Die Gesetzgebung
1. Sozialgesetzbuch (SGB) –
Achtes Buch (VIII): Kinder- und Jugendhilfe
Bundesrecht (gilt bundesweit)
Dies ist die zentrale gesetzliche Grundlage für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, einschließlich der Kitas.
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§ 22 SGB VIII: Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
→ Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag -
§ 24 SGB VIII: Anspruch auf frühkindliche Förderung
→ Kinder ab 1 Jahr haben einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kita oder bei Tagespflege -
§§ 43–45 SGB VIII: Betriebserlaubnis, Eignung von Trägern, Aufsichtspflichten
2. Hamburgisches Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (KibeG)
Landesrecht Hamburg
Dieses Gesetz regelt die konkrete Ausgestaltung der Kinderbetreuung in Hamburg:
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Ziel: Umsetzung der bundesweiten Vorgaben und darüber hinausgehende Regelungen
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Enthält Bestimmungen zu:
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Betreuungszeiten und -arten
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Qualitätssicherung und Fachkraftschlüssel
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Finanzierung und Elternbeteiligung
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Aktuell gültige Version: KibeG Hamburg – Transparenzportal
3. Weitere relevante Regelwerke und Verordnungen
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Kindertagesförderungsverordnung (KiTaFöVO) – konkretisiert das KibeG in Hamburg
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Kinderrechte-Charta der UN (1989) – auch Grundlage für Bildung und Förderung
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Hamburgisches Schulgesetz, soweit es Vorschulklassen betrifft
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Infektionsschutzgesetz (IfSG) – relevant für Hygieneregeln in Kitas
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Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – z. B. bei der Elternkommunikation oder Dokumentation
Verbände, Organisationen und Fachstellen des hamburger Bildungsbereiches
Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB): Zentrale Verwaltungsbehörde für das Schulwesen in Hamburg.
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI): Zuständig für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften sowie Schulentwicklung.
Schüler:innenkammer Hamburg (SKH): Vertretung der Interessen von ca. 239.000 Schüler:innen aller Schulformen mit Ausnahme von Privatschulen. Wikipedia
ReBBZ (Regionale Bildungs- und Beratungszentren): Bieten Unterstützung und Beratung für Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie deren Eltern.
Fördermöglichkeiten und Finanzierung
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Startchancen-Programm: Hamburg erhält über zehn Jahre 215 Millionen Euro vom Bund zur Förderung benachteiligter Schüler:innen. Die Mittel fließen in moderne Lernumgebungen, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie zusätzliches Personal.
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23+ Starke Schulen: Dieses Programm unterstützt aktuell 40 Schulen in sozial herausfordernden Lagen durch zusätzliche Personalressourcen und umfangreiche Beratungs- und Fortbildungsangebote.
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Inklusionsförderung: Bis 2023 werden rund 300 neue Lehrerstellen geschaffen und 100 Millionen Euro für den Neubau barrierefreier Schulen investiert.
Fördermöglichkeiten
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Stiftung Bildung: Fördert Projekte von Kita- und Schulfördervereinen (z. B. Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Vielfalt)
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ElternMitWirkung Hamburg: Schulungen und Begleitung für Elternvertretungen
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Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB): Teilweise Programme zur Infrastrukturförderung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Masterplan BNE: Hamburg verfolgt einen Whole School Approach, bei dem Bildung für nachhaltige Entwicklung als Aufgabe der gesamten Schule verstanden wird. Schulen wie das Helene-Lange-Gymnasium und die Lessing-Stadtteilschule integrieren BNE in ihren Schulalltag.
Beispielprojekte: Die Schule Forsmannstraße führt den „FREI DAY“ ein, bei dem Schüler:innen sich mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen auseinandersetzen und eigene Projekte entwickeln.
Inklusion und Vielfalt
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Inklusive Bildung: Hamburg hat seit 2009 das Recht auf inklusive Bildung gesetzlich verankert. Schwerpunktschulen verfügen über besondere fachliche, personelle und räumliche Ausstattung für die sonderpädagogische Förderung.
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Herausforderungen: Trotz Fortschritten gibt es weiterhin Herausforderungen bei der Umsetzung inklusiver Bildung, insbesondere aufgrund der frühen Leistungstrennung im deutschen Schulsystem.
Sprachförderung und Leseförderung
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Frühe Förderung: Programme zur Sprachförderung beginnen bereits in der Vorschule und setzen sich in der Grundschule fort.
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Leseförderung: Initiativen wie Lesepatenschaften und spezielle Förderprogramme unterstützen die Entwicklung der Lesekompetenz.
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Förderprogramme: Hamburg bietet verschiedene Programme zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz an, insbesondere für Schüler:innen mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Familien.
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Kooperationen: Es bestehen Kooperationen mit Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen, um die Leseförderung zu stärken und den Zugang zu Büchern und anderen Medien zu erleichtern.
Unterstützung für Schulen
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Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI): Das LI bietet Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte sowie Unterstützung bei der Schulentwicklung an
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ReBBZ: Unterstützen Schulen bei der inklusiven Beschulung und bieten Beratungsangebote.
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Beratungsdienste: Neben den ReBBZ gibt es weitere Beratungsdienste, die Schulen bei spezifischen Herausforderungen unterstützen, z. B. in den Bereichen Inklusion, Sprachförderung oder Schulentwicklung.
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Fördervereine: Engagieren sich in vielen Schulen zur Unterstützung von Projekten und Anschaffungen.
Digitale Tools für Kitas und Vereine
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Datenschutzkonforme Kita-Apps (z. B. „Stay Informed“, „Famly“, „Kitalino“)
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Digitale Anmeldeverfahren (Kita-Gutschein-System in Hamburg)
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Online-Fortbildungen und Netzwerktreffen