Kitas in Hamburg

Gemeinsam stark für die Zukunft – Kitas im LSFH profitieren von wertvoller Unterstützung, Netzwerken und einer starken Interessenvertretung!

Was ein Förderverein bewirken kann:

Z. B. Spielgeräte, Ausflüge, Sprachförderung, Feste, Workshops, Elterncafés, Willkommensboxen.

Unabhängig vom Träger – aber eng verbunden mit der Kita:

Handlungsfähig, flexibel und ergänzend.

Für alle da – Eltern, Fachkräfte, Kinder:

Der Verein vernetzt und ermöglicht Beteiligung.

Früh anfangen lohnt sich:

Engagement in frühen Jahren schafft Strukturen, die später in der Schule weiterhelfen.

Welche Kita-Projekte sind machbar?

Auf einer Extraseite finden Sie eine umfangreiche Liste an möglichen Projekten, die mit Kita-Kinder umsetzbar sind. Lassen Sie sich inspirieren.

Die Vorteile für Ihren Kita-Verein nutzen!

Die Bildungs-Academy zur Fortbildung

Das Projekt des LSFH e.V. in Zusammenarbeit mit dem BSFV zur Errichtung einer Bildungs . Akademie ist ein bedeutender Schritt zur Förderung der Qualität in der Bildungslandschaft Hamburgs.

Ziel des Projekts ist es, eine zukunftsorientierte Akademie zu schaffen, die Fachkräfte in Kitas, Schul- und Schulfördervereinen praxisnah weiterbildet.

Die Bildungs.Akademie wird eine Vielzahl an Workshops, Seminaren und Fortbildungen bieten, um die Kompetenz der pädagogischen Fachkräfte kontinuierlich zu steigern.

Durch die enge Kooperation zwischen dem LSFH e.V. und dem BSFV werden praxisnahe Inhalte und aktuelle Themen aus der Bildungsarbeit direkt in die Akademie integriert.

Fördergelder für kleine Projekte

Das Projekt „Chancenpartnerschaften“ des LSFH e.V. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bildung zielt darauf ab, benachteiligte Kinder und Jugendliche durch gezielte Unterstützung in ihrer Bildungskarriere zu fördern.

Durch die Bildung von Tandems (zwei gleichaltige Kinder) sollen den jungen Menschen neue Perspektiven und Chancen eröffnet werden. Das Projekt fördert den Zugang zu Bildungsressourcen, Mentoring und praxisnahen Erfahrungen, die den Teilnehmern helfen, ihre Ziele zu erreichen.

Gemeinsam mit der Stiftung Bildung setzt der LSFH e.V. auf nachhaltige Entwicklungsprozesse, die den Kindern und Jugendlichen langfristig zugutekommen. Projekte eben, die dann auch weit über die Förderung hinaus aktiv sein können.

Jeder Kita Ihren Förderverein!

Das Gründungsprojekt „Jeder Kita ein Förderverein“ des LSFH e.V. in Hamburg unterstützt Kitas dabei, eigene Fördervereine zu gründen und nachhaltig zu etablieren.

Ziel des Projekts ist es, die Kitagemeinschaft zu stärken und zusätzliche finanzielle sowie ideelle Ressourcen für Bildungsprojekte zu erschließen.

Der LSFH e.V. bietet dazu umfassende Beratung, rechtliche Unterstützung und praxisnahe Workshops für engagierte Eltern und Lehrkräfte.

Durch dieses Projekt wird das Ehrenamt an Kitas gefördert und die Bildungslandschaft in Hamburg langfristig bereichert.

Die besondere Kita Situation

Anders als in Schulen sind Eltern in Kindertageseinrichtungen meist deutlich näher am Alltag ihrer Kinder beteiligt. Durch tägliche Bring- und Abholsituationen entstehen kurze Wege, regelmäßige Kontakte und ein enger Austausch zwischen Familien und pädagogischen Fachkräften. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten für gemeinsames Engagement und die aktive Mitgestaltung des Kita-Lebens.

Gleichzeitig stehen Kita-Fördervereine vor besonderen Herausforderungen. Die Zeit, in der Familien die Einrichtung begleiten, ist vergleichsweise kurz. Nach wenigen Jahren wechseln die Kinder in die Grundschule und viele engagierte Eltern verlassen die Kita-Gemeinschaft. Wissen, Erfahrungen und ehrenamtliche Strukturen müssen daher immer wieder neu aufgebaut und an nachfolgende Eltern weitergegeben werden. Während sich in Schulen häufig über viele Jahre hinweg feste Netzwerke entwickeln können, ist in Kitas eine kontinuierliche Gewinnung neuer Engagierter erforderlich.

Eine weitere Besonderheit liegt in der Zusammensetzung der Elternschaft. Viele Familien befinden sich in einer Lebensphase, die durch Beruf, Kinderbetreuung und familiäre Verpflichtungen stark geprägt ist. Die Bereitschaft zur Unterstützung ist häufig groß, die verfügbare Zeit jedoch begrenzt. Fördervereine sind daher oft gefordert, niedrigschwellige Möglichkeiten zur Mitwirkung zu schaffen, damit sich Eltern entsprechend ihrer persönlichen Möglichkeiten einbringen können.

Hinzu kommt, dass Kitas häufig über geringere personelle und organisatorische Ressourcen verfügen als Schulen. Viele Aufgaben werden von kleinen Teams getragen, während Fördervereine zusätzliche Projekte, Anschaffungen oder Veranstaltungen ermöglichen. Oft sind sie wichtige Partner, wenn besondere Bildungsangebote, Spielgeräte, Ausflüge oder Gemeinschaftsaktionen finanziert und organisiert werden sollen.

Gerade im frühkindlichen Bereich können bereits kleine Maßnahmen eine große Wirkung entfalten. Eine neue Spielecke, zusätzliche Bewegungsangebote, Materialien für kreative Projekte oder die Gestaltung eines naturnahen Außengeländes bereichern den Alltag der Kinder unmittelbar. Fördervereine helfen dabei, Wünsche und Ideen aus der Kita-Gemeinschaft aufzugreifen und gemeinsam umzusetzen.

Darüber hinaus leisten Fördervereine einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander. Sie schaffen Begegnungsräume für Familien, fördern den Austausch unterschiedlicher Kulturen und Lebenswelten und stärken das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Einrichtung. Sommerfeste, Aktionstage, Flohmärkte oder gemeinsame Projekte bieten Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen und die Kita als lebendigen Ort der Begegnung zu erleben.

Nicht zuletzt übernehmen Fördervereine eine wichtige Brückenfunktion zwischen Eltern, pädagogischen Fachkräften, Trägern und weiteren Unterstützern. Sie bündeln Ideen, organisieren Unterstützung und helfen dabei, gemeinsame Ziele zu verwirklichen. Dadurch tragen sie dazu bei, dass die Kita nicht nur ein Betreuungsort bleibt, sondern ein Ort des Lernens, der Gemeinschaft und der Mitgestaltung.

Fördervereine leisten somit weit mehr als finanzielle Unterstützung. Sie stärken das Engagement von Familien, fördern die Identifikation mit der Einrichtung und helfen dabei, Kindern bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen zu eröffnen. Gerade in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement keine Selbstverständlichkeit mehr ist, sind sie ein wichtiger Baustein für lebendige und zukunftsfähige Kindertageseinrichtungen.

 

Geschichte der Kinderbetreuung

Die Geschichte der Kinderbetreuung in Hamburg ist eng mit sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen verbunden. Hier ist ein lockerer Überblick über einige geschichtlichen Stationen vor dem späteren Schuleintritt:

Erste Formen von Fürsorge (19. Jahrhundert)

Im Zuge der Industrialisierung wuchs in Hamburg wie in anderen Städten der Bedarf an außerfamiliärer Kinderbetreuung. Arbeiterfamilien konnten sich oft nicht selbst um ihre Kinder kümmern.

  • 1834: Gründung des ersten Kleinkinderbewahranstaltsvereins – Vorläufer moderner Kitas.

  • Diese Einrichtungen hatten vor allem eine aufsichtliche und moralische Funktion: Schutz vor Verwahrlosung, religiöse Erziehung, einfache Beschäftigung.

Reformpädagogik und Kindergartenbewegung (spätes 19. bis frühes 20. Jahrhundert)
  • Einfluss durch Friedrich Fröbel, der den Begriff „Kindergarten“ prägte (1840).

  • Erste Kindergärten in Hamburg entstanden, oft getragen von privaten oder kirchlichen Initiativen.

  • Fokus auf spielerisches Lernen, soziale Entwicklung und Vorbereitung auf die Schule.

NS-Zeit (1933–1945)
  • Kinderbetreuung wurde zunehmend ideologisch vereinnahmt (z. B. NSV-Kindergärten).

  • Ziel war die Erziehung im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung.

  • Gleichzeitig gab es eine gewisse Ausweitung der Betreuungsangebote, aber unter staatlicher Kontrolle.

Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder (1945–1970er)
  • Zunächst Wiederaufbau kirchlicher und freier Träger.

  • In den 1960ern: wachsende Diskussion um Vereinbarkeit von Familie und Beruf – vor allem im Kontext der Frauenbewegung.

  • Die Stadt Hamburg begann, mehr öffentliche Angebote zu fördern.

Ausbau und Professionalisierung (1980er bis heute)
  • 1980er–90er: Ausbau städtischer Kitas, Qualitätsdebatten, erste Konzepte für frühkindliche Bildung.

  • 2005: Einführung des Hamburger Kita-Gutscheinsystems – Wahlfreiheit für Eltern, Förderung über individuelle Bedarfe.

  • Seit 2014: Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Lebensjahr.

  • Heute stehen frühkindliche Bildung, Inklusion und Sprachförderung im Fokus.

Wissen für Kitas

Kita-Fördervereine leisten einen wichtigen Beitrag für gute Rahmenbedingungen in der frühkindlichen Bildung. Sie unterstützen Projekte, schaffen Begegnungsräume und bringen sich aktiv ins Kita-Leben ein. Damit das Engagement gelingt, finden Sie hier nützliche Informationen zu Fördermöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen, Sicherheit, Bildungsangeboten und vielem mehr – praxisnah und aktuell.

 

Rechtliche Grundlagen und Strukturideen zu den Kindertagesstätten
Zum Thema Kindertagesbetreuung (Kitas) in Deutschland – speziell auch mit Blick auf Hamburg – gibt es mehrere gesetzliche Grundlagen auf Bundes- und Landesebene. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten:

 

 

Die Gesetzgebung
1. Sozialgesetzbuch (SGB)

Achtes Buch (VIII): Kinder- und Jugendhilfe

Bundesrecht (gilt bundesweit)
Dies ist die zentrale gesetzliche Grundlage für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, einschließlich der Kitas.

  • § 22 SGB VIII: Förderung in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege
    → Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag

  • § 24 SGB VIII: Anspruch auf frühkindliche Förderung
    → Kinder ab 1 Jahr haben einen Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kita oder bei Tagespflege

  • §§ 43–45 SGB VIII: Betriebserlaubnis, Eignung von Trägern, Aufsichtspflichten

    2. Hamburgisches Gesetz zur Förderung

    von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (KibeG)

    Landesrecht Hamburg
    Dieses Gesetz regelt die konkrete Ausgestaltung der Kinderbetreuung in Hamburg:

    • Ziel: Umsetzung der bundesweiten Vorgaben und darüber hinausgehende Regelungen

    • Enthält Bestimmungen zu:

      • Betreuungszeiten und -arten

      • Qualitätssicherung und Fachkraftschlüssel

      • Finanzierung und Elternbeteiligung

    • Aktuell gültige Version: KibeG Hamburg – Transparenzportal

    3. Weitere relevante Regelwerke und Verordnungen

    Auszug weiterer Grundlagen:

    • Kindertagesförderungsverordnung (KiTaFöVO) – konkretisiert das KibeG in Hamburg

    • Kinderrechte-Charta der UN (1989) – auch Grundlage für Bildung und Förderung

    • Hamburgisches Schulgesetz, soweit es Vorschulklassen betrifft

    • Infektionsschutzgesetz (IfSG) – relevant für Hygieneregeln in Kitas

    • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – z. B. bei der Elternkommunikation oder Dokumentation

    Verbände, Organisationen und Fachstellen

    Bundesebene

    1. Deutscher Kitaverband (DKV)

    • Interessenvertretung freier, insbesondere kleiner und mittelständischer Träger

    • Setzt sich für faire Rahmenbedingungen, Qualität und Wahlfreiheit ein

    • Website: www.deutscher-kitaverband.de

    2. Paritätischer Gesamtverband

    • Dachverband vieler freier Träger, auch im Kita-Bereich

    • Bietet fachliche Beratung und politische Vertretung

    • Website: www.der-paritaetische.de

    3. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge

    • Fachorganisation für Sozialpolitik, Sozialarbeit und Sozialrecht

    • Erarbeitet Empfehlungen und fachliche Standards

    • Website: www.deutscher-verein.de

    4. Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit (BAG-BEK)

    • Fachlich-wissenschaftliche Vernetzung zur Frühpädagogik

    • Ziel: Weiterentwicklung von Ausbildung, Forschung und Praxis

    Landesebene Hamburg

    1. Landeselternausschuss Kindertagesbetreuung Hamburg (LEA)

    • Vertritt die Interessen der Eltern gegenüber Politik und Verwaltung

    • Engagiert sich für Mitbestimmung, Qualität und Transparenz

    • Website: www.lea-hamburg.de

    2. Kita-Stadtteilverbünde und Trägerzusammenschlüsse

    • Lokale Netzwerke von Kitas und Trägern zur Koordination und Qualitätssicherung

    3. Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde)

    • Zuständig für Aufsicht, Finanzierung und Steuerung der Kindertagesbetreuung

    • Unterhält das Portal: www.hamburg.de/kita

    Trägerverbände (bundesweit aktiv, auch in Hamburg)

    • Diakonie Deutschland – Evangelischer Wohlfahrtsverband

    • Caritasverband – Katholischer Wohlfahrtsverband

    • AWO (Arbeiterwohlfahrt)

    • Der Paritätische

    • DRK (Deutsches Rotes Kreuz)

    • Elbkinder – Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH
      – größter kommunaler Träger in Hamburg mit rund 189 Kitas

    Fördermöglichkeiten und Finanzierung

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    Fördermöglichkeiten und Finanzierung
    • Stiftung Bildung: Fördert Projekte von Kita- und Schulfördervereinen (z. B. Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Vielfalt)

    • ElternMitWirkung Hamburg: Schulungen und Begleitung für Elternvertretungen

    • Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB): Teilweise Programme zur Infrastrukturförderung


    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
    • Kitas werden zunehmend als Bildungsorte verstanden

    • Themen: Naturpädagogik, Klima- und Umweltschutz, Ernährung

    • Programme wie „Kita21“ (S.O.F. Umweltstiftung) bieten Beratung und Auszeichnung

    Inklusion und Vielfalt
    • Interkulturelle Öffnung und barrierefreie Angebote sind zentrale Themen

    • Materialien und Fortbildungen z. B. über:

      • „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“

      • „Kinderwelten“ (Institut für den Situationsansatz / INA gGmbH)

    Sprachförderung und Leseförderung
    • Lesestart 1–2–3 (Stiftung Lesen): Bücherpakete und Tipps für Eltern

    • Buchstart Hamburg: Bücher und Aktionen für Kitas in Hamburg

    • Sprachförderung besonders relevant in mehrsprachigen Kitas

    Fort- und Weiterbildungen

    Paritätisches Bildungswerk Hamburg, Elternschule, Kita-Träger bieten regelmäßig Fortbildungen zu:

    • Partizipation

    • Konfliktlösung

    • Leitungskompetenz

    • Kinderschutz

    Digitale Tools für Kitas und Vereine
    • Datenschutzkonforme Kita-Apps (z. B. „Stay Informed“, „Famly“, „Kitalino“)

    • Digitale Anmeldeverfahren (Kita-Gutschein-System in Hamburg)

    • Online-Fortbildungen und Netzwerktreffen